Studientag mit Rolf Pöhler Theologische Hochschule Friedensau

Sabbat, 28. Februar 2015

Predigt Von der Liebe zur Wahrheit
Gemeinsames Mittagessen als Potluck
Referat 1 Warum wir (k)ein Credo brauchen
Referat 2 Wie viele “Glaubenspunkte” sollten es sein – und welche?
Mit anschließender Diskussion/Aussprache

Für Siebenten-Tags-Adventisten im 19. Jahrhundert war ein Glaubensbekenntnis ein untrügliches Kennzeichen babylonischen Abfalls. “Unser Credo ist die Bibel!” – das war ihr einmütiges Bekenntnis. Nichts sollte die fortschreitende Erkenntnis der Wahrheit behindern. Die biblischen Lehren formulierten sie in sog. “Fundamental Beliefs”, die dazu dienten, ihren Glauben Andersdenkenden gegenüber zu bezeugen. Inzwischen werden diese Glaubensüberzeugungen jedoch immer häufiger als Kriterium für die Zugehörigkeit zur Gemeinde und die Anstellung in der Freikirche verwendet. Haben Adventisten inzwischen also doch ein verbindliches “Credo”?
Welche Funktion und Bedeutung haben Glaubensgrundsätze eigentlich? Sind sie überhaupt nötig, wenn doch “allein die Bibel” gelten soll? Wie gehen Adventisten mit der spürbaren Spannung zwischen der Alleingültigkeit der Heiligen Schrift und der Verbindlichkeit ihrer 28 Glaubensüberzeugungen um? Sind letztere wirklich hilfreich oder eher überflüssig, wenn nicht sogar gefährlich? Gibt es Alternativen zu dogmatischer Erstarrung und individueller Beliebigkeit? Kann ein gemeinsames Glaubensbekenntnis Menschen in der heutigen Zeit erreichen und gewinnen – und wenn ja, wie?
Der Studientag am 28. Februar stellt sich diesen und ähnlichen Fragen. Er will zum Nachdenken und Gedankenaustausch darüber anregen, welchen Wert und Stellenwert formulierte Glaubensgrundsätze im Denken und Leben adventistischer Christen haben (könnten).

Rolf PöhlerÜber den Referenten
Prof. Dr. Rolf J. Köhler wurde 1949 in Karlsruhe als Sohn eines Pastors geboren. Nach dem Abitur in Berlin studierte er am Theologischen Seminar Marienhöhe und an der Andrews- Universität. Er arbeitete zehn Jahre als Pastor in Berlin, Hannover und Göttingen sowie weitere sechs Jahre als Abteilungsleiter und Vorsteher im
Westdeutschen bzw. Norddeutschen Verband. 1991 erhielt er einen Ruf an die
Hochschule Friedensau. 1995 erwarb Pöhler den Doktorgrad, 2009 wurde er
zum Professor für Systematische Theologie ernannt. Er leitet das Institut für
adventistische Geschichte und Theologe sowie den englischen Masterstudiengang in Friedensau. Pöhler ist Autor mehrerer Bücher und hat ca. 250 Aufsätze veröffentlicht. Er ist mit Regine verheiratet, gemeinsam haben sie eine Tochter und einen Sohn.
Bücher
Continuity and Change in Christian Doctrine (Peter Lang, 1999)
Continuity and Change in Adventist Teaching (Peter Lang, 2000)
Christsein heute – Gelebter Glaube (Advent-Verlag, 2007)
Hoffnung, die uns trägt (Advent-Verlag, 2008)
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