Predigt Off. 13 & 17 im Licht der adventistischen Auslegung
Referat 1 Off. 13 & 17 im Licht der kritischen Forschung
Referat 2 Off. 13 & 17 im Licht neuerer Quellen
Mit anschließender Diskussion/Aussprache

Offb 13 und 17 haben immer schon eine besondere Faszination auf die Leser der Johannesoffenbarung ausgeübt. In der adventistischen Auslegung spielen diese Kapitel eine zentrale, identitätsbildende Rolle: In den beiden Tieren werden die „Erzfeinde“ ausgemacht – der Katholizismus und die USA als der abgefallene Protestantismus, die zusammen in der „Endzeit“ gewalttätig auftreten werden. Mit der Einführung eines Sonntagsgesetzes (Malzeichen des Tieres) und der Verfolgung der „Übrigen“ (Offb 13,15-17; 12,17) werden sich, so die klassische Auslegung, die Ereignisse dramatisch zuspitzen.
Ganz anders interpretiert die kritische Apokalypseforschung diese Kapitel, die in der Regel auf die zeitgeschichtlichen Verhältnisse des ersten und zweiten Jahrhunderts n.Chr. verweisen. Der Schwerpunkt liegt naturgemäß auf dem römische Imperium und der Situation in Kleinasien.

Wer oder was sind also die Tiere in Offb 13 und 17? Was bedeutet das „Malzeichen des Tieres“? Wie muss man sich das „Bild des Tieres“ vorstellen? Was steckt hinter der Zahl 666? Und welche Rolle spielen die „Übrigen“ in diesem Szenario?

In den Vorträgen am Sabbat wird diesen Fragen unter Berücksichtigung der adventistischen und zeitgeschichtlichen Auslegungstendenzen nachgegangen werden. Zugleich werden aber auch aktuelle Erkenntnisse und Deutungsaspekte einfließen, die neues Licht auf die Interpretation von Offb 13 und 17 werfen. Präsentiert werden u.a. bislang unberücksichtigte Quellen aus dem Bereich des antiken Orakelwesens und neue Erkenntnisse zu den griechischen Handschriften, die eine Revision des bislang verwendeten Textes erfordern.

Franz_TodtFranz Tóth, geboren 1972 in Rumänien, studierte von 1993-1999 zunächst Philosophie und anschließend Theologie an der Bergischen Universität Wuppertal, am Seminar Schloss Bogenhofen in Österreich und an der Theologischen Hochschule Friedensau. Die Promotion erfolgte 2005 an der Universität Halle-Wittenberg. Neben seiner pastoralen Arbeit u.a. als Jugendbeauftragter für den Bereich München von 1999-2007 war er als Fortbildungsbeauftragter sowie theologischer Referent für den Raum Bayern und Gastdozent an der Theologischen Hochschule Friedensau tätig. 2008-2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Universität Jena und Dozent an der Theologischen Hochschule Friedensau. Seit 2012 Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich. 2014 Habilitation mit einer Arbeit zum Matthäus-Evangelium an der Universität Zürich. Seit 2015 Lehrtätigkeit als Professor für Theologie an den Universitäten Zürich und Heidelberg.
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